Mittwoch, 19. Juli 2017

Mal sehen... Online Autoimmunkongress

Auf der Webseite steht:
Der kostenfreie Online-Kongress für Autoimmunerkrankte vom 23. Juli bis 01. August 2017.
10 Tage, 30 Experten, 30 Möglichkeiten Autoimmunerkrankungen zu behandeln. Zeit dein Leben in deine Hände zu nehmen.
Da es mich nichts kostet, außer meiner Konzentration, meiner Zeit, werde ich mir in den 10 Tagen die Beiträge ansehen und anhören. Vertreibt mir die Zeit bis ein anderes Thema stattfinden wird.



Spannend finde ich, dass sich so wenige MS-Blogs dazu äußern. Geht das Thema nicht rum? Benutze ich andere Quellen? Habe ich eine andere Filterbrille aufgesetzt, die nur kritische Themen in meine Online-Blase durchlässt?
Ich nehme mein Leben in die Hand und informiere mich - auch abseits des Mainstreams. 
Hm.
Ich werde mal sehen, was die Inhalte so bringen. Und vielleicht..., ... vielleicht schreibe ich auch etwas darüber.




Sonntag, 18. Juni 2017

Was in der Zwischenzeit geschah...

In Tweet-Kurzversion:


***
Die Langversion:

Lektüren der letzten drei Wochen

Gelesen:
  • Sven Böttcher: Diagnose: unheilbar; Therapie: selbstbestimmt
  • Christine Wagener-Thiele: Natürliche MS-Therapien
  • Barbara Zaruba: Diagnose MS. Wie ich meine Hoffnung wiederfand
  • Roland Tassler: Mein drittes Leben. Multiple Sklerose schlug zu. Doch ich schlug zurück!

Trieb mich vor der Lektüre o.g. Bücher auf der von Sven Böttcher initiierten Seite  lsms.info/ herum. Hab durch diverse Filmausschnitte (Interviews zum Thema MS etc.) von dem Autor erfahren.

Ich habe mein Essen umgestellt: Milch- und Fertigprodukte, Zucker und Weizenmehl sind von der Speisekarte gestrichen. Ich suche und verzehre gutes Öl mit reichlich Omega3. Suche hierfür recht häufig das nahe gelegene Reformhaus auf.

Obst und Gemüse sollten Bio sein. Ich arbeite noch daran, dass das Verhältnis von Obst und Gemüse mehr auf die Seite von Gemüse wandert. Ich esse Fisch (die fetten Sorgen, Lachs, Hering etc.). Oja. Die Vegetarierin hat sich sogar an Leber (Biotin-Lieferant) gemacht. Gesundheit geht vor.

Aktuelle Lektüre
Ich erkundige mich nach Alternativen zur Schulmedizin. Fand Hinweise auf Vitamin D und Biotin. Bin da aber noch nicht firm, wie und was da zu machen ist.

Finde nette Blogs wie den oben im Tweet genannten. Oder weitere, die in der Blog-Liste aufgeführt sind.

Derzeit lese ich Barbara Zaruba, Sonja Wierk: Dem Leben wiedergegeben.

Und manchmal lese ich auch Comics. Wonder Woman zum Beispiel. :-)

Donnerstag, 13. April 2017

Hm, ausgebreMSt? Eventuell.

Damals:

Jetzt:

Donnerstag, 6. April 2017

Dienstag, 4. April 2017

Der Begriff – Ambivalenz gehört dazu

Der Begriff, den ich meide. Der Begriff, um den die Ärzte so sehr kämpfen, um mich einzuordnen.
Ich muss unentwegt an das Gespräch mit Mani, damals noch Arzt im Praktikum, denken: „Warum ist es dir so wichtig, die Symptome unter Migräne abzuhandeln? Es ist da. Es braucht keine Bezeichnung.“
Migräne war ein Schutzwall gegen den Begriff. Gegen die Zuordnung zu Schwerstkranken mit der Aussicht selbst schwerkrank zu werden. Es hat mir Sicherheit gegeben zu sagen: „Ich habe eine Augenmigräne mit großen Auren.“ Es war sicher, dass nicht mehr dahinter steckt. Degeneratives. Vernichtendes. Behinderndes. Armseliges. Ich bin klug. Ich bin fähig. Ich bin nicht krank. Denn das ist das, was der Begriff mit mir macht: ich bin dann per Definition KRANK. Mit Migräne bin ich nur gesegnet. Wäre nicht krank.
Berühmte Menschen haben Migräne. Berühmte und intelligente Menschen hatten und haben Migräne. Es ist schön, in deren Reihe zu sein.
Welche Person ist schon glücklich, sich mit dem Begriff auseinander zu setzen? Plötzlich wäre alles mit dem Begriff zu erklären.
Da!
Du hast den Begriff!
Sie haben dich mit dem Begriff diagnostiziert.
Du gehörst nun zu ihnen: den schwachen, armseligen, KRANKEN Menschen. Du wirst bald nicht mehr fähig sein. Unfähig dein Leben so zu führen, wie du es möchtest. Du bist eine Leidende. Eine auf Dauer Leidende. Du bist nervenkrank. Du passt nicht in die Gesellschaft.
Das passt mir nicht.
Ich will den Begriff nicht für mich vereinnahmen. Ich will nicht zu einer mit dem Begriff erkrankten Person wahrnehmbar werden.

Ich bin ich. Ich ändere mich nicht, nur weil ich den Begriff hätte. Ich bin nicht verändert seit Montag als im Termin mit der Neurologin wieder der Begriff auftauchte. Was sich geändert hat ist, ich habe Angst. Angst. Mehr Angst als ohne den Begriff, als ich nur merkwürdige Symptome hatte.
Was?
Ich bin ich.
Ich will einfach nur ich sein ohne Angst.

Was macht der Begriff mit mir?

* * *

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