Donnerstag, 28. September 2017

Das Coimbra-Protokoll - eine Erfolgsgeschichte

Christina Kiening, die die Behandlungsweise des Coimbra-Protokolls für Autoimmunkrankheiten nach Deutschland gebracht hat, berichtet auf Facebook von der Erfolgsgeschichte:
"In Sachen Coimbraprotokoll ist eine Menge passiert: 

- Meine Facebookgruppe hat mittlerweile über 5.000 Mitglieder, es werden täglich mehr. Darunter sind auch zahlreiche Ärzte und Wissenschaftler, die zu einer fachlich sehr angeregten und niveauvollen Diskussion beitragen. 

- Ich habe eine Homepage ans Netz gebracht www.coimbraprotokoll.de, auf der ich über die Therapie informiere. - Wir haben inzwischen 6 ausgebildete und zertifizierte Protokollärzte in Deutschland, bis Ende 2017 werden es 9 sein, darunter dann auch 3 Neurologen.

- Ca. 500 Patienten haben die Behandlung mit dem Coimbraprotokoll unter ärztlicher Kontrolle begonnen, die ersten kommen (genau wie ich) in Remission, erleben einen Rückgang der jüngeren Symptome und es gibt auch bereits mehrere MRT-Nachweise. 
- Ganz neu: Ich habe eine Kooperation mit Prof. Dr. Jörg Spitz und seiner Stiftung DSGIP sowie der Akademie für menschliche Medizin beschlossen, um das Coimbraprotokoll auch in medizinischen Fachkreisen besser zu etablieren. Anfang September hatten wir ein Gespräch mit Prof. Dr. Friedmann Paul, Leiter NeuroCure Research Center an der Charité Berlin, lehrender und forschender Universitätsprofessor mit Spezialisierung MS Und Devic Syndrom (vielleicht kennen Sie einige seiner Publikationen?). Er war von meinen MRT-Aufnahmen wesentlich beeindruckter als Sie und sagte, dass er noch nie einen so signifikant positiven Verlauf unter einer pharmakologischen Basistherapie gesehen hätte (und schon gar nicht ohne Behandlung…). Er hat zugestimmt, ab Anfang 2018 eine begleitende Verlaufsbeobachtung von ca. 200 Coimbraprotokoll-Patienten über 2-3 Jahre vorzunehmen und aus den Daten eine retrospektive Verlaufsstudie zu veröffentlichen.
- In Rücksprache mit Prof. Coimbra werden wir (Prof. Spitz & Team & ich & die bisher ausgebildeten Ärzte) ab Herbst 2018 in Deutschland eine Fortbildung zum Coimbraprotokoll anbieten. Ich habe derzeit knapp 30 Ärzte auf der Warteliste stehen, die gerne zur Hospitation nach Brasilien geflogen wären, aber Cicero Coimbra schafft es derzeit nicht mehr, die international hereinbrechenden Anfragen von Ärzten zu bewältigen. Derzeit konzentriert er sich auf die Ausbildung von Ärzten aus den USA sowie Osteuropa, da dort noch sehr wenige zertifizierte Ärzte vorhanden sind (das ganze macht er übrigens komplett kostenlos und mit ehrenamtlichen Helfern parallel zu seiner Tätigkeit als Professor an der Uni Sao Paulo und der Leitung einer achtköpfigen Privatpraxis). 
- Für Frühjahr 2018 ist eine Publikation von Prof. Coimbra angekündigt, in der er eine retrospektive Verlaufsstudie über 1.500 erfolgreich therapierte MS-Patienten veröffentlicht (das ist nur ein Bruchteil seiner bislang über 5.000 Patienten, aber er wollte nur jene veröffentlichen, die bereits lange Jahre in Therapie sind). Mal schauen, ob er es diesmal von seiner Uni genehmigt bekommt oder es ihn seine Professur kostet… Parallel werden Dr. Coimbra und Dr. Michael Holick gemeinsam ein Buch zum Coimbraprotokoll veröffentlichen, auch das wird spannend.

Mehr Informationen auf ihrer Webseite coimbraprotokoll.de.

Ich bin übrigens seit 02.08.2017 im Protokoll. Davon erzählen dann andere Einträge. 

Sonntag, 10. September 2017

Kurz: Mein Weg zum Coimbra-Protokoll



Das Video im Web mit Sven Böttcher brachte mich auf sein Buch (Diagnose: unheilbar; Therapie: selbstbestimmt), dieses gab eine Andeutung auf Coimbra. Ich wusste schon während der Diagnosefindung April/Mai diesen Jahres, ich werde definitiv keine Schulmedizin machen. Weil -> Meine Schwester, die seit 2004 mit MS diagnostiziert ist, hat von Anfang an Basistherapie und Eskalation gemacht. Sie sitzt nun im Rollstuhl. Nach weiterer Recherche fand ich Beiträge von Christina Kiening im Web. Und so bin ich auf Facebook gelandet. Schnell erhielt ich dort Infos zu welchem Protokollarzt ich gehen konnte. Zack. Seit Anfang August im Protokoll. :-)

Samstag, 9. September 2017

Betroffen. Meine Lektüre-Liste zum Thema Multiple Sklerose

Ich habe in kürzester Zeit diverse Bücher zum Thema Multiple Sklerose ausgesucht, um mir klar zu werden, wie ich mit der Diagnose MS umgehen werde.

Ich habe folgende Bücher gelesen:
  • Sven Böttcher: Diagnose: unheilbar; Therapie: selbstbestimmt
    Sein Buch, wütend gegen Schulmedizin und Pharmaindustrie geschrieben, macht Mut, dass es auch ohne beidem gehen kann. Er erwähnt in seinem Buch Coimbras Vorgehen mit Vitamin D. Es sollte nach dem Interview mit Coimbra im Web gesucht werden. Was ich auch tat. :-)
  • Christine Wagener-Thiele: Natürliche MS-Therapien
    Die Autorin gibt Hinweise auf Ernährung und persönliche Einstellung.
  • Barbara Zaruba: Diagnose MS. Wie ich meine Hoffnung wiederfand
    Die Autorin beschreibt ihr Leben und wie sie durch Verhaltens- und Einstellungsänderung die Auswirkung der Krankheit änderte.
  • Roland Tassler: Mein drittes Leben. Multiple Sklerose schlug zu. Doch ich schlug zurück!
    Die Ärzte ließen Tassler ohne Aussicht auf Besserung gelähmt im Bett zurück. Er kämpfte sich durch Nahrungsumstellung und hoher Dosis Vitamin D ins Leben zurück. Im Prinzip wandte er das Coimbra-Protokoll an. Hohe Dosen Vitamin D sind nicht ohne und sollten NICHT ohne Protokollarzt eingenommen werden! Der Autor reißt immer mal wieder Themen an, die er leider im Buch nicht vertieft. Kein Nachmachbuch.
  • Barbara Zaruba, Sonja Wierk: Dem Leben wiedergegeben
    In dem Buch wird Sonja Wierks Leben mit MS kurz angerissen. In der Hauptsache geht es um die SoWi-Therapie.
  • Dr. med. Raimund von Helden: Gesund in sieben Tagen. Erfolge mit der Vitamin D-Therapie
    Mit der Formel in diesem Buch schraubte ich meinen zuvor sehr niedrigen Vitamin D-Spiegel in 6 Tagen auf 100 hoch. In dieser Woche erlebte ich KEINE Krämpfe. Dies bestärkte meine Meinung, dass das Coimbra-Protokoll der richtige Weg ist.
  • Susanne Bergmann: Multiple Sklerose - (un)heilbar?!
    Nun ja. Dieses Buch las ich, weil ich neugierig war, mit was sie ihre MS zum Stillstand brachte. Meditation, Nahrungsergänzungsmittel zur Zellaktivierung. Es gibt Hinweise für die Leserin, aber sie muss es selbst für sich austesten. Letztendlich auch kein Nachmachbuch. 
  • Ana Claudia Domene: Multiple Sclerosis and (lots of) Vitamin D
    Die Autorin beschreibt ihre bereits seit 8 Jahre laufende "Behandlung" mit dem Coimbra-Protokoll. Im Web können Videos gefunden werden, in denen sie berichtet wie es ihr aktuell 9 Jahre im Protokoll geht. Ein Mutmachbuch zur Therapieform.
  • Dr. Terry Wahls: Multiple Sklerose erfolgreich behandeln mit dem Paläo-Programm
    Ich bin auf Seite 182 von 486 Seiten. Sie schreibt von ihrem Leben mit der MS, von Schulmedizin kontra funktioneller Medizin und wie sie die Diät entwickelte. Ich bin jetzt in dem Bereich des Buches angekommen, in dem es um Nahrungsvorgaben geht. Später kommen noch die Themen Einstellung und Sport. Am Thema Ernährung bin ich dran, ob ich nur das Basis- das Paläo- oder das Paläo-Plus-Programm machen werde, weiß ich nicht. Aber sie hat schöne Listen im Buch mit Inhaltsstoffen der Nahrungsmittel, die sie für ihr Programm vorschlägt. Die werde ich nutzen, um meinen Ernährungsplan aufzustellen. (Ich werde das mit Hilfe meiner Frau machen. Die Autorin dankt in ihrem Buch ihrer Frau - was mir sehr gefallen hat.) 

Was ich bei allen Büchern feststellte: es waren stets Mutmachbücher, die berichteten, wie anders mit dem Thema Multiple Sklerose umgegangen werden kann. Kein Inhalt, in dem es darum ging, sich in der Krankheit einzurichten, sondern sie zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen. Vielleicht sogar Wege zu finden, die Krankheit hinter sich zu lassen.
Tschakka!

Mittwoch, 19. Juli 2017

Mal sehen... Online Autoimmunkongress

Auf der Webseite steht:
Der kostenfreie Online-Kongress für Autoimmunerkrankte vom 23. Juli bis 01. August 2017.
10 Tage, 30 Experten, 30 Möglichkeiten Autoimmunerkrankungen zu behandeln. Zeit dein Leben in deine Hände zu nehmen.
Da es mich nichts kostet, außer meiner Konzentration, meiner Zeit, werde ich mir in den 10 Tagen die Beiträge ansehen und anhören. Vertreibt mir die Zeit bis ein anderes Thema stattfinden wird.



Spannend finde ich, dass sich so wenige MS-Blogs dazu äußern. Geht das Thema nicht rum? Benutze ich andere Quellen? Habe ich eine andere Filterbrille aufgesetzt, die nur kritische Themen in meine Online-Blase durchlässt?
Ich nehme mein Leben in die Hand und informiere mich - auch abseits des Mainstreams. 
Hm.
Ich werde mal sehen, was die Inhalte so bringen. Und vielleicht..., ... vielleicht schreibe ich auch etwas darüber.